Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagieren wir uns aktiv gegen Diskriminierung. Hier geben wir Einblicke in unsere bisherigen Beiträge und Projekte.
Ein klares Zeichen für Vielfalt – Ausstellung der Kreuzschule zum Holocaust-Gedenktag – 30.01.2026

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27.01.2026 gestalteten Schülerinnen und Schüler der Kreuzschule eine Ausstellung, die im Ratssaal der Stadt Coesfeld eröffnet wurde. Ziel war es, an die Opfer des Holocaust zu erinnern und gleichzeitig auf heutige Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung aufmerksam zu machen.
Im Mittelpunkt standen rund 20 selbst gestaltete Poster, die Diskriminierung im Alltag zeigen – zum Beispiel wegen Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung. Die Plakate waren wie Social-Media-Beiträge gestaltet und machten deutlich, wie häufig Diskriminierung vorkommt.
Der stellvertretende Bürgermeister Lars Vogel war vor Ort und lobte das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Er betonte, dass Erinnern wichtig für die Gegenwart ist und machte deutlich, dass „Nie wieder“ eine tägliche Aufgabe für alle Generationen sei. Dabei zitierte er die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer: „Seid Menschen.“ Er machte deutlich, dass Erinnerung nicht nur der Vergangenheit gilt, sondern auch ein Spiegel für die Gegenwart ist und er fordert dazu auf, im Alltag nicht wegzuschauen. Vielfalt sei kein Problem, sondern eine Bereicherung.
Auch die Schülersprecherin der Kreuzschule, Antonia Hartz, betonte, dass Ausgrenzung häufig unauffällig im Alltag beginnt. Die Veranstaltung solle deshalb für die Gefahren alltäglicher Diskriminierung sensibilisieren und ein Zeichen für Zusammenhalt setzen. „Es gibt immer mehr, das uns eint, als uns trennt“, sagte sie.
Für eine besonders eindrucksvolle Atmosphäre sorgte die musikalische Begleitung: Herr Tahrioui wählte zwei Lieder aus der jüdischen Tradition. Die Musik verlieh der Veranstaltung eine würdige und nachdenkliche Atmosphäre.
Ein weiteres sichtbares Zeichen für Vielfalt setzte die mehrsprachige Eröffnung der Ausstellung durch Schülerinnen und Schüler, die Beiträge unter anderem auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch, Polnisch, Arabisch, Französisch und Persisch vortrugen. Ergänzend wurden selbst gestaltete „Stolpersteine“ präsentiert, die an die Opfer des Holocaust erinnern sollten.
Die Ausstellung zeigt: Erinnerung und der Einsatz gegen Diskriminierung gehören zusammen. Sie lädt dazu ein, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für ein respektvolles und vielfältiges Miteinander einzusetzen.
Die Ausstellung ist vom 31. Januar bis zum 14. März in der ehemaligen Synagoge zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen.
Durch den Verkauf der Stolpersteine konnten innerhalb weniger Stunden Einnahmen von über 200,00 € erzielt werden. Der Betrag wird bis zum Ende der Ausstellung weiter gesammelt und anschließend vollständig an die Stolperstein-Initiative gespendet.
Abschließend gilt den Schülerinnen und Schülern ein besonderer Dank. Mit großem Engagement und Ernsthaftigkeit haben sie die Ausstellung gestaltet und damit viele Besucherinnen und Besucher berührt. Die durchweg positiven Rückmeldungen zeigen, wie wichtig und wirkungsvoll ihr Einsatz für gegenseitigen Respekt ist.
Geschichtsunterricht in der Moschee – 26.01.2026

„Und wo ist jetzt Mekka?“ Diese und viele weitere Fragen konnte die Klasse 6b direkt vor Ort in der Coesfelder Moschee stellen.
Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Das Zusammenleben der Religionen – immer schon problematisch?“ wurde im Geschichtsunterricht die Ausbreitung des Islam im frühen Mittelalter bis hin zum Anschlag in den USA am 11.09.2001 und aktuellen Situationen thematisiert. Um sich noch näher mit dem Islam und dem Leben von Moslems in der heutigen Zeit zu beschäftigen, besuchte die Klasse die Moschee vor Ort und informierte sich über den Tagesablauf von Muslimen, die fünf Säulen des Islam und die Probleme, die es heutzutage für Muslime in Coesfeld gibt.
Es war ein spannender und lebhafter Austausch, für den wir uns herzlich bei der Moschee und Herrn Ato bedanken.
Holocaustgedenktag – 16.01.2026
Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Auschwitz steht stellvertretend für den nationalsozialistischen Wahn und den millionenfachen Mord, vor allem an Jüdinnen und Juden, aber auch an Sinti und Roma, Homosexuellen, Menschen mit Behinderung, Kriegsgefangenen und anderen Verfolgten. Daher wird am 27. Januar international an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes gedacht. Das Gedenken an diesem Tag richtet sich auf alle Opfer dieses beispiellosen Verbrechens und macht deutlich, dass sich unter dieser Geschichte kein ‚Schlussstrich‘ ziehen lässt, sondern eine bleibende historische Verantwortung besteht. Am 27. Januar 2026 erinnert die Kreuzschule Coesfeld mit einer Ausstellung an diesen Gedenktag. Die Schüler:innen der Kreuzschule zeigen ihre gestalteten Plakate und setzen damit ein Zeichen für Solidarität, Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander. Die Ausstellung wird zunächst im Rathaus gezeigt und anschließend in der Coesfelder Synagoge präsentiert, wo sie ein sichtbares Zeichen für eine lebendige Erinnerungskultur setzt.

Mein Platz am Ende des Lebens – 05.11.2025
Kreuzschüler haben einen Stuhl gestaltet zum Thema „Mein Platz am Ende des Lebens“.

Besuch von unserem SOR Paten Dennis Sonne – 24.01.2025
Du bist perfekt – unter diesem Motto stand der Besuch von Dennis Sonne, dem Paten für „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ an der Kreuzschule Coesfeld. Eingeladen hatten ihn die 5. Klassen der Schule, da sie ihn bisher noch nicht kennengelernt hatten.
Los ging der zweistündige Aufenthalt des Landtagsabgeordneten mit einer „Pressekonferenz“, in der die interessierten Schülerinnen und Schüler Dennis Sonne mit vorbereiteten Fragen zu den Themen Reisen, Politik, seinem Privatleben und natürlich der Musik regelrecht durchlöcherten. Dennis Sonne gab Einblicke in sein Leben, z. B. wie er mit dem Rollstuhl fremde Länder bereist, welchen Sport er mag, warum er Politiker geworden ist und in wessen Tonstudio er schon Musik aufgenommen hat.
Im Vorfeld hatten sich die beiden Klassen mit dem Lied „Du bist perfekt“ von „Sittin Bull“ beschäftigt, so der Künstlername des Rappers Dennis Sonne. Mit eigenen Statements, einer neu verfassten Strophe und einem Bild zum Thema zeigten die Schülerinnen und Schüler kreative Ideen, wie sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben.
Höhepunkt des Besuchs war der Live- Auftritt, den die Schülerinnen und Schüler tänzerisch und mit Gesang unterstützten und bei dem sie sichtlich sehr viel Spaß hatten. Auch der Song „Bunt“ (Werbesong für „Aktion Mensch“ – eine Hommage an die „Inklusion“) wurde gemeinsam performt! In bester Stimmung wurden noch zahlreiche „Selfies“ gemacht und Autogramme geschrieben bis unser Pate, der Landtagsabgeordnete und Rapper Dennis Sonne, weiter zum nächsten Termin aufbrechen musste.

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Patenschaft für Stolpersteine – 04.12.2024
Seit September 2024 hat die Kreuzschule die Patenschaft für die Stolpersteine der Familie Isaak an der Dülmener Str. übernommen. Die Familie Isaak war eine angesehene Familie in Coesfeld, die u.a. die Volksbank mitgegründet hat und auch im Schützenverein aktiv war. 1942 wurden auch sie deportiert und ermordet. Daran erinnern die vier Stolpersteine.
Die Klasse 5b hat sich im Sozialen Lernen mit dem Schicksal der Familie beschäftigt und beschlossen, sich um die Stolpersteine zu kümmern. Bei sonnigem Wetter ging es zur Dülmener Str. 10, wo emsig geputzt und poliert wurde. Nun leuchten die Steine wieder als Mahnmal gegen Rassismus.

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Zeichen setzen für ein Miteinander und für Vielfalt – 21.04.2024
Viele Menschen versammeln sich Anfang Februar auf dem Coesfelder Marktplatz… um ein Zeichen zu setzen für ein gemeinsames Miteinander und für Vielfalt.
Die Kreuzschule war auch dabei!!


Viele Menschen versammeln sich Anfang Februar auf dem Coesfelder Marktplatz… um ein Zeichen zu setzen für ein gemeinsames Miteinander und für Vielfalt.
Die Kreuzschule war auch dabei!!
Was passiert auf einem Netzwerktreffen von „Schulen ohne Rassismus – Schule mit Courage“? – 18.11.2023

Auf dem Netzwerktreffen

Am 10. November fand in Münster das 1.Regionaltreffen der Schulen statt, die als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anerkannt sind. Schüler*innen, Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen von allen Schulformen aus dem Münsterland – von der Hauptschule bis zum Gymnasium – waren zum LWL-Gebäude nach Münster angereist.
Auch wir waren mit Sara, Zahra, Sofia und Mohamad (in Begleitung von Herrn Geisler) bei unserer ersten Teilnahme gut vertreten.
Wir konnten an unterschiedlichen Workshops teilnehmen, die auf verschiedene Art die Themen Rassismus und Diskriminierung behandelten, zum Beispiel:
- Der FANport Münster und das außerschulische Bildungsangebot „Lernort Preußenstadion“ haben eine GPS-Spurensuche konzipiert, die das Thema jüdischer Sport und Nationalsozialismus in Münster zum Thema hatte
- Das Projekt „Wegweiser“ bot einen Workshop zu Hatespeech an: Was ist hate speech? Wie erkenne ich es und was kann ich dagegen tun?
- Das „Aktuelles Forum e. V“ klärte über Fake News im Netz auf und wie man handeln sollte, wenn man in den Sozialen Medien mit reißerischen Schlagzeilen konfrontiert ist.
- Das Jüdische Museum Westfalen informierte über Antisemitische Aussagen und Haltungen in der Rap-Szene
Es gab noch mehr Workshops, aber wir konnten nur an 2 Angeboten – eins am Vormittag, eins am Nachmittag – teilnehmen.
Für die Pädagog*innen wurden eigene Seminare durchgeführt; Herr Geisler tauschte sich mit Teilnehmer*innen von anderen Schulen über den „Umgang mit extrem rechten Einstellungen und Diskriminierung im Schulalltag“ aus. Moderiert wurde dieser ganztätige Workshop von der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Münster (mobim)“.
Besonders beeindruckend war ein Dokumentarfilm einer Filmemacherin afrikanischer Herkunft: in ihrem Film berichteten vier junge Erwachsene mit afrikanischen Wurzeln von ihren Erfahrungen als Schwarze Jugendliche in Deutschland in den 1990er Jahren. Alle Interviewten hatten die Erfahrung eines Kulturschocks gemacht. Ein junger dunkelhäutiger Mann beschrieb es so:
Ich habe als Jugendlicher versucht, mich transparent und durchsichtig zu machen. Um nicht aufzufallen, war ich immer möglichst freundlich zu allen und habe versucht, besser als andere zu sein, um akzeptiert zu werden. Und um zu zeigen, dass ich die Regeln hier akzeptiere. Für mich gab es immer zwei Leben – das Leben draußen in der deutschen Stadt und das Leben in der Familie mit den Sitten und Gebräuchen aus der Heimat.
Um in dieser doppelten Welt bestehen zu können, war Kultur für alle Befragten ein wichtiges Ventil: die einen haben Rap-Musik gemacht, andere Breakdance, Sport oder Graffiti-Malerei. Alle hatten Vorbilder aus ihrer Szene, z.B. Musiker aus der HipHop-Szene (Big Daddy Cane, RunDMC) oder aus den Charts (Michael Jackson, TLC) oder die Moderatoren von Viva oder MTV.
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Kreuzschule wird „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – 13.09.2023





















