Gemeinsam Schule gestalten – Ergebnisse unserer SchiLF 2026

Am 10.02.2026 fand an unserer Schule eine schulinterne Lehrerfortbildung statt. In vielen verschiedenen Arbeitsgruppen, verteilt auf unterschiedliche Standorte, entwickelten die Lehrkräfte engagiert neue Projekte mit dem Ziel, unseren Schulalltag nachhaltig zu verbessern und zugleich spürbar zu erleichtern.


Die Gruppe „Leseförderung“ entwickelte das Konzept für den Aufbau einer kleinen Schulbücherei. Ein bislang ungenutzter Raum wurde dafür ausgeräumt und in eine einladende Bücherei umgewandelt. In Gesprächen mit der Stadtbücherei sowie der örtlichen Buchhandlung „Heuermann“ wurden Ideen zur gezielten Leseförderung gesammelt und das Konzept weiter ausgearbeitet. Ziel ist es, bei unseren Schülerinnen und Schülern die Freude am Lesen zu wecken und ihnen einen ansprechenden Ort zum Entdecken neuer Bücher zu bieten. Die Schulbücherei soll bald für unsere Schüler geöffnet werden.

Eine weitere Gruppe entwickelte ein neues Toilettenkonzept. Ziel ist es, Vandalismus zu reduzieren und zugleich Sauberkeit durch Beteiligung, Prävention und Verantwortungsübernahme nachhaltig zu fördern. Geplant sind unter anderem die Gründung einer Toiletten-AG sowie ein Projekt unter dem Motto „Pimp your Klo“ zum Schuljahresende. Dabei werden ausdrücklich auch Ideen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt, etwa zur Verschönerung der Räume oder zur Bereitstellung von Hygieneartikeln. Aktuell laufen die Ideensammlung sowie die Suche nach geeigneten Sponsoren.

Die Gruppe „Schule ohne Rassismus“ hat Maßnahmen erarbeitet, um Toleranz zu stärken und Diskriminierung im Schulalltag aktiv vorzubeugen. Im Fokus standen unter anderem eine sensible und altersgerechte Sexualerziehung, die Thematisierung sexueller und religiöser Vielfalt sowie der respektvolle Umgang mit kontroversen politischen Themen im Unterricht. Zudem wurden verbindliche und transparente Regelungen zum Umgang mit religiösen Feiertagen wie dem Zuckerfest sowie zur Rücksichtnahme während des Ramadans entwickelt. Begegnungen mit außerschulischen Partnern und Betroffenen, die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen sowie gemeinsame interkulturelle Aktivitäten sollen Vorurteile abbauen und das Miteinander stärken. Auch die stärkere Einbindung verschiedener religiöser Gruppen in schulische Veranstaltungen sowie die Idee sozialen Engagements (z.B. Tierheim, Seniorenstift, Krankenhäuser etc.) in höheren Jahrgängen wurden diskutiert. Ziel ist es, Vielfalt als Bereicherung zu leben und eine Schulkultur zu fördern, die von Respekt, Offenheit und gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist.

Die Projektgruppe „KI“ setzte sich mit der KI-gestützten Plattform „To Teach“ auseinander, die Lehrkräfte bei der Erstellung von Unterrichtsentwürfen, Materialien und Aufgaben unterstützt. Dabei entstanden Lernvideos für verschiedene Fächer, die Schritt für Schritt zeigen, wie beispielsweise differenzierte Arbeitsblätter effizient erstellt werden können. Diese Videos sollen allen Lehrkräften zur Verfügung gestellt werden. Ergänzend sind „Mini-KI-Fortbildungen“ geplant, in denen die Anwendung praxisnah und fächerspezifisch eingeübt wird. So wird der Unterricht Schritt für Schritt digitaler und zeitgemäßer gestaltet.

Die Arbeitsgruppe „60-Minuten-Stunden“ besuchte verschiedene Schulen, um das Modell der 60-minütigen Unterrichtsstunde im Schulalltag kennenzulernen und sich das Konzept und den konkreten Aufbau der Unterrichtseinheiten anzusehen. Im Vorfeld wurde ein Fragebogen entwickelt, um alle relevanten Informationen zu erfassen. Im Anschluss fanden ausführliche Abschlussgespräche statt, in denen Erfahrungen und Ergebnisse ausgetauscht wurden. Die Eindrücke helfen nun dabei, zu überlegen, ob und wie ein solches Modell an unserer Schule sinnvoll umgesetzt werden kann.

 

Einige Eindrücke des Tages