Anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27.01.2026 gestalteten Schülerinnen und Schüler der Kreuzschule eine Ausstellung, die im Ratssaal der Stadt Coesfeld eröffnet wurde. Ziel war es, an die Opfer des Holocaust zu erinnern und gleichzeitig auf heutige Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung aufmerksam zu machen.
Im Mittelpunkt standen rund 20 selbst gestaltete Poster, die Diskriminierung im Alltag zeigen – zum Beispiel wegen Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung. Die Plakate waren wie Social-Media-Beiträge gestaltet und machten deutlich, wie häufig Diskriminierung vorkommt.
Der stellvertretende Bürgermeister Lars Vogel war vor Ort und lobte das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Er betonte, dass Erinnern wichtig für die Gegenwart ist und machte deutlich, dass „Nie wieder“ eine tägliche Aufgabe für alle Generationen sei. Dabei zitierte er die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer: „Seid Menschen.“ Er machte deutlich, dass Erinnerung nicht nur der Vergangenheit gilt, sondern auch ein Spiegel für die Gegenwart ist und er fordert dazu auf, im Alltag nicht wegzuschauen. Vielfalt sei kein Problem, sondern eine Bereicherung.
Auch die Schülersprecherin der Kreuzschule, Antonia Hartz, betonte, dass Ausgrenzung häufig unauffällig im Alltag beginnt. Die Veranstaltung solle deshalb für die Gefahren alltäglicher Diskriminierung sensibilisieren und ein Zeichen für Zusammenhalt setzen. „Es gibt immer mehr, das uns eint, als uns trennt“, sagte sie.
Für eine besonders eindrucksvolle Atmosphäre sorgte die musikalische Begleitung: Herr Tahrioui wählte zwei Lieder aus der jüdischen Tradition. Die Musik verlieh der Veranstaltung eine würdige und nachdenkliche Atmosphäre.
Ein weiteres sichtbares Zeichen für Vielfalt setzte die mehrsprachige Eröffnung der Ausstellung durch Schülerinnen und Schüler, die Beiträge unter anderem auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch, Polnisch, Arabisch, Französisch und Persisch vortrugen. Ergänzend wurden selbst gestaltete „Stolpersteine“ präsentiert, die an die Opfer des Holocaust erinnern sollten.
Die Ausstellung zeigt: Erinnerung und der Einsatz gegen Diskriminierung gehören zusammen. Sie lädt dazu ein, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für ein respektvolles und vielfältiges Miteinander einzusetzen.
Die Ausstellung ist vom 31. Januar bis zum 14. März in der ehemaligen Synagoge zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen.
Durch den Verkauf der Stolpersteine konnten innerhalb weniger Stunden Einnahmen von über 200,00 € erzielt werden. Der Betrag wird bis zum Ende der Ausstellung weiter gesammelt und anschließend vollständig an die Stolperstein-Initiative gespendet.
Abschließend gilt den Schülerinnen und Schülern ein besonderer Dank. Mit großem Engagement und Ernsthaftigkeit haben sie die Ausstellung gestaltet und damit viele Besucherinnen und Besucher berührt. Die durchweg positiven Rückmeldungen zeigen, wie wichtig und wirkungsvoll ihr Einsatz für gegenseitigen Respekt ist.





















